The intestine and intestinal milieu

Der Darm in seiner Beschaffenheit wurde schon vor langer Zeit untersucht. Das Darmmilieu und in Bezug auf die Genetik wird erst seit einigen Jahren genauer beforscht. Zwischenzeitlich denkt man, dass der Darm für unsere Gesundheit eine größere Rolle spielt wie früher angenommen.

 

Tagtäglich wird Nahrung eingenommen.

Augen und Nase werden vor dem direkten Kontakt mit dem Essen mit Reizen konfrontiert. Hier entscheidet es sich schon ob wir essen und mit welchem Gefühl wir essen. Die Verdauung beginnt im Mund und endet sobald alles Unverdauliche den Körper verlässt.

Vorzugsweise wird das Essen in guter Stimmung und gemütlich eingenommen. Wer vor der Einnahme des Essens etwas lächelt, stimuliert gleichzeitig Hormone die glücklich machen können. Gutes kauen schließt die Nahrung für die nachfolgenden Organe auf. Direkt zum Essen wenig trinken, damit die Magensäure ihre Wirkung zeigen kann. Dann wird das schon teilweise aufgebrochene Essen in der Darmpassage weiterverdaut.

Über den Tag verteilt sollte natürlich genügend getrunken werden. Das klassische Getränk ist Wasser. Den Wasser ist neutral und für den Körper vielseitig verwendbar ohne Zusatz von Zucker etc..

Man schätz, dass in Deutschland 20% der Bevölkerung an Verstopfung leiden. Darmreizungen sind ein ebenso verbreitetes Symptombild. Stress in Beruf, Schule oder Beziehungen dürfte noch wesentlich verbreiteter sein.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass Symptome wie depressive Stimmungslagen, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizit oder Stimmungsschwankungen auftreten. Diese Symptome werden in der Regel als „normal“ bezeichnet.

Erst wenn das Symptombild deutlich / augenscheinlich spürbar wird, führt der Weg zur Therapie.

 

Doch welche Rolle spielt der Darm?

Durch den Darm und das Darmmilieu hat der Körper die Fähigkeit Nährstoffe in die Blutbahn zu transportieren. Für die Gesundheit ist es entscheidend ob und welche Mikronährstoffe die Darmwand passieren können. Wie oft atmet der Mensch pro Tag, wie oft isst und trinkt der Mensch pro Tag. An einem kleinen Beispiel soll eine Hochrechnung entstehen:

  • Drei Mahlzeiten pro Tag sind pro Monat 90 Mahlzeiten.
  • Somit werden in einem Jahr 1080 Mahlzeiten verzehrt.
  • Das sind in 10 Jahren 10.800 Mahlzeiten und in 70 Jahre 75.600 Mahlzeiten.

Was denken Sie nun, wie wichtig ist eine gesunde Ernährung und ein funktionierendes Verdauungssystem? Im Laufe dieser rund 75.000 Mahlzeiten entscheidet sich wie gut Ihr Körper über eine Zeitstrecke von 70 Jahren versorgt wird. Damit werden auch Weichen gestellt für den Zustand des Körpers im Alter von 70. Welche Qualität hat das Essen und sind im Verdauungstrakt die Voraussetzungen für eine optimale Aufschließung der Nahrung gegeben?

Nahrung – Verdauungsfähigkeit – körperlich- / seelisches Wohlbefinden spielen wie ein Zahnradwerk zusammen!

Genau wie Sie lebendig sind, hängt auch Ihr Leben von der Lebendigkeit Ihrer Organe ab.

Im Dünndarm beginnend wird die Bewegung über ein eigenständiges Reflexsystem gesteuert. Man bezeichnet das als peristaltischen Reflex. Es ist die Stimulation der Darmmuskeln. Selbst die kleinen Darmzotten bewegen sich kräftig um die Nährstoffe für den Körper verfügbar zu machen. Im Dünndarm wird fast alles bis auf ein paar Nahrungsgrobteile resorbiert.

Genau wie wir ein Verlangen nach Sauberkeit haben geschieht es auch im Dünndarm. Ca. 1 Stunde nach dem Verdauen schaltet sich der „wandernde motorische Komplex“ ein. Endreinigung bis zur nächsten Mahlzeit. Nach dem Verzehr von bspw. einem Schweineschnitzel dauert es jedoch bis zu 6 Stunden, erst dann kann wieder ein Reinigungszyklus eingeschaltet werde.

Apropos Sauberkeit. Zur Sauberkeit gehört eine ausreichende Menge und Vielfalt von nützlichen Darmbakterien.

Darm Darmmilieu

Vom Dünndarm geht es durch die Bauhin-Klappe in den Dickdarm. Bauhin trennt den quirligen Dünndarm vom gemächlichen Dickdarm. Während der Dünndarm permanent nach vorne drängt geht es beim Dickdarm auch mal rückwärts. Denn was über die Bauhin-Klappe kommt wird in der letzten Darmpassage gründlich und dennoch gemächlich geknetet.

In der Hauptsache werden hier Verdauungssäfte rückresorbiert.

Auch der Dickdarm lebt von seinen nützlichen Mitbewohnern, den Darmbakterien.
Ziel ist das Ende.  Das Ende ist der Stuhl und dieser wird normalerweise 1 x in 1-3Tagen ausgeschieden.

Der Kot ist braun, dabei festgeformt, jedoch nicht zu hart und sieht wie eine Wurst aus.

In neueren Untersuchungen zum Darm und dem zugehörigen Milieu haben die gesunden Bakterien (Probiotika) und die Nährstoffe für die Bakterien (Präbiotika) eine nennenswerte Beachtung erhalten.

Jeder Mensch hat übrigens seine eigene individuelle Darmflora. Sicher liegen bei allen Menschen bestimmte Gruppen von Darmbakterien vor. Dennoch ist die Darmflora so individuell wie wir selbst. In der Zwischenzeit werden in der westlichen Welt zu herkömmlichen Darmuntersuchungen auch Forschungen zum „genetischen Abdruck“ des Darms angestrengt.

Die chinesische Medizin kannte den Ausspruch „Der Tod sitzt im Darm“ schon vor vermutlich 2000 Jahren.

Der Tod sitzt im Darm

Der Darm und sein Milieu spielt nicht nur bei Erkrankungen wie:

  • Allergien
  • Milchunverträglichkeit
  • Stress-Syndrom
  • Leaky gut (Sickerdarm)
  • chronischen Entzündungen
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Migräne
  • Immunmodulation
  • psychischen Belastungen
  • Nährstoffversorgung
  • und noch einiges mehr

eine Rolle.

Gerade zur Erhaltung der Gesundheit ist ein gut funktionierendes Darmmilieu notwendig. Die Nährstoffversorgung wird über den Darm gesteuert und damit auch das Wohlbefinden. Hierbei kann die Symbioselenkung (Einnahme von bspw. Milchsäurebakterien) eine wesentliche Rolle spielen.

In Untersuchungen hat man festgestellt, dass in den zivilisierten Ländern der Anteil an physiologischen (natürlich, gesunden) Darmbakterien deutlich geringer vorliegt wie beispielsweise bei Naturvölkern. Dies steht mit der Art der Ernährung und der Qualität der Nahrungsmittel in Verbindung.  Die Verhältnismäßigkeit und Ansiedelung der Bakterienstämme spielt dabei eine große Rolle.  Darmbakterien und die Zellen der Darmwand benötigen zudem die passende Nahrung (Präbiotika).

L-Glutamin (nicht-essentielle Aminosäure)

Die Epithelzellen der Darmschleimhaut  werden untereinander durch sog. „tight-junctions“ verbunden. Diese Querverbindungen stellen eine dichte Barriere gegen das Darminnere dar. Es ist wichtig, dass diese Barriere den Darm vom Darminhalt trennen kann. Lokale Entzündungen können diese Verflechtung der Epithelzellen lösen, sodass ein Sickerdarm („leaky gut“) entsteht. Die Zellen der Dünndarmschleimhaut heißen Enterozyten (Saumzellen). Die Aufgabe der Saumzelle liegt in der Aufnahme von Aminosäure, Fettsäure, Vitamine und Zucker. Neben der Wasseraufnahme ist auch der Ionentransport von Natrium, Kalium und Magnesium wichtig. Die von der Galle erzeugte Gallensäure wird über die Enterozyten ebenso resorbiert
(sog. enterohepatische Kreislauf). Doch die Enterozyten sind nicht nur zur Resorption, sondern auch zur Ausscheidung fähig.
Immunglobuline (IgA  = Abwehrstation der Darmwand) werden von den Enterozyten ausgeschieden.Für diese Funktionen benötigen die Enterozyten Energie. Es ist nicht der Glukosestoffwechsel, sondern die Metabolisierung von Glutamin, die hier zur gewünschten Energieerzeugung (ATP) führt. Fehlt den Enterozyten diese Energie kommt es zu möglichen Folgeerscheinungen wie: verminderte Bildung von Vitamin K, reduzierte Vitaminaufnahme der B-Vitamine, verringerte Aufnahme von Proteinen, Fettsäuren und weiteren Mikronährstoffen. In der Folge können diese Nährstoffe nicht in die Blutbahn gelangen. Kann eine entstehende Mangelsituation nicht kompensiert werden folgen resultierende Symptome.

Bifidobacterium longum, Bifidobacterium infantis

Studien belegen, dass Bifidobacterium longum und Bifidobacterium infantis antiallergische Reaktionen unterdrücken, die durch HDC (Histidin-Decarboxylase) und dem H1 Rezeptor ausgelöst werden. Die beiden Bakterien sorgen für eine Abnahme von HDC und des H1 Rezeptors sowie des Histamingehaltes.

Lactobacillus acidophilus (LA 13®), Bifidobacterium lactis, Streptococcus thermophilus

Dank der produzierten ß – Galactosidase von Milchsäurebakterien wurde die Verträglichkeit von Milchzucker bei Menschen mit Laktoseintoleranz verbessert und die Symptome der Laktoseintoleranz gemindert. Besonders die Bifidobakterien haben einen positiven Effekt auf die Symptome. Zahlreiche Studien haben auch gezeigt, dass Joghurt mit den lebensfähigen Bakterien (Streptococcus thermophilus) die Laktoseverdauung verbessert und die Symptome einer Laktoseintoleranz vermindern.

 

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