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Kurkuma – wie sieht es mit der Bioverfügbarkeit aus?

Wissenswertes über die Geschichte der Kurkuma - Pflanze:

Die Anwendung der getrockneten, pulverförmigen Kurkuma – Pflanze hat eine lange Tradition in der Menschheitsgeschichte.

Mindestens seit 5000 Jahren liegt eine Nutzung als Gewürz und als Heilpflanze vor. Ursprünglich nur im indischen und ostasiatischen Raum genutzt, gelangte Kurkuma durch die Araber nach Griechenland und später nach Mitteleuropa, wo sie in etwa seit 1150 bekannt sein soll.

Als indischer Safran ersetzte sie den wesentlich teureren echten Safran. Die Gelbwurz ist der Hauptbestandteil der Curry-Gewürzmischung. Aus der Küche ist die Pflanze nicht wegzudenken.

Von noch größerem Interesse ist ihr medizinischer Nutzen. In der Volksheilkunde Ostasiens sowie des indischen Subkontinents wird sie traditionell bei den unterschiedlichsten Beschwerden genutzt, wie

Diarrhö
Oberbauchbeschwerden
Wurmbefall
Dermatitiden
Prellungen
zur Wundheilung
Blutreinigung, etc.

Mittlerweile existieren zahlreiche Untersuchungen und Studien zur Wirkung von Kurkuma.

Bis 2018 sind ca. 12000 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht worden.

Das Potential dieser Pflanze ist außerordentlich und betrifft umfassend die menschliche Gesundheit. Von größter Bedeutung dabei ist ihre umfassende Wirkung auf das Entzündungsgeschehen im Organismus mit vielfältigen Einflüssen auf die verschiedensten Mechanismen.

Zur Wirkung von Kurkuma

Die breitgefächerte Wirkung von Kurkuma umfasst antioxidative, antiinflammatorische, antikanzeröse, antiarthritische, antiatherosklerotische, antidiabetische, antidepressive, antiaging, antimikrobielle, wundheilungsfördernde und gedächtnisfördernde Eigenschaften.

Sie hat eine Multi- Target Wirkung; sie setzt bei zahlreichen unterschiedlichen Zielstrukturen und Signalpfaden an. 

Bis dato ist ein Einfluss auf die Expression von 14 Genen, 13 Transkriptionsfaktoren, 12 Rezeptoren, zahlreichen Enzymen und Wachstumsfaktoren, etc. nachgewiesen. 

 

Kurkumin beeinflusst Transkriptionsfaktoren wie NF-κB und Nrf2, proinflammatorischen Faktoren wie IL-1ß, IL-6 und TNF-α sowie Enzyme wie Cyclooxygenase -2 (COX-2) und 5-Lipoxygenase (5-LOX) sowie Adhäsionsfaktoren, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Darüber hinaus scheint dieses potente Polyphenol eine epigenetische Wirkung zu besitzen. Es beeinflusst den epigenetischen Status der DNA von Zellen, also denjenigen Abschnitt, der für die Aktivität bzw. Stilllegung bestimmter Genabschnitte verantwortlich ist und somit Einfluss auf Pathogenese vieler Erkrankungen hat.

Bis dato sind weit über 200 klinische Studien mit Curcumin- haltigen Präparaten durchgeführt worden. 

Im großen Umfang handelt es sich dabei um Studien bei tumorösen Erkrankungen (Krebs) sowie Krankheiten, die auf chronischen Entzündungen beruhen (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa, rheumatoide Arthritis, Osteoarthritis, chronisch- pulmonale Erkrankungen, Gingivitiden und Periodontitis).

 

Sicherlich ist ein zentraler Mechanismus von Kurkuma, dass es entzündliche Prozesse über die verschiedensten Wirkmechanismen herunterregelt. 

Bei Tumorerkrankungen werden proapoptotischen Mechanismen aktiviert, die zu einer Eliminierung von Tumorzellen führen, oder Tumor- Supressor- Gene induziert, die eine Tumorentwicklung hemmen. 

Kurkuma, oder genauer Curcumin, der maßgebliche Inhaltsstoff, wirken neuroprotektiv, was zukünftig bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer- Demenz von Interesse sein kann. Im Falle von Depression kommt es zu einer Verbesserung der Stimmungslage. 

In der Dermatologie zeigt Curcumin bei Psoriasis und Vitiligo einen therapeutischen Nutzen. 

 

Dem breitgefächerten Wirkspektrum schuldigend zeigt sich klinisch auch ein Effekt bei metabolischen Erkrankungen. Im Falle von Diabetes mellitus Typ II kommt es zur Absenkung des Blutzuckerspiegels. Diabetische Folgeschäden wie Mikroangiopathie oder Retinopathie werden günstig beeinflusst. Scheinbar lässt sich, wie die Studienlage zeigt, auch ein Nutzen bei Adipositas erzielen. Nicht zuletzt zeigt Curcumin kardioprotektive Wirkung.

Bioverfügbarkeit

Kurz und knapp: die Bioverfügbarkeit des maßgeblichen Inhaltsstoffes Curcumin ist sehr gering. 

Sie beruht auf einer schlechten Wasserlöslichkeit bedingt durch eine lipophile Struktur und einer daraus resultierenden reduzierten Resorption im Darm sowie einer anschließenden schnellen Metabolisierung und Exkretion. 

Hat man in früheren Zeiten die Resorption über die Zugabe von Piperin aus dem schwarzen Pfeffer etwas verbessern können, so hat man nun mit Hilfe neuerer pharmakologischer Möglichkeiten deutliche bessere Ergebnisse. Durch die Einschleusung des Curcumin in Mizellen, als eine Art Transportvehikel, können im Blut deutlich erhöhte Konzentrationen erreicht werden. 

Die Bioverfügbarkeit von Curcumin beträgt das 185- fache der von nativen Kurkuma- Pulver.

Verwendet wird zum Erreichen dieser außerordentlichen Steigerung der Resorptionsrate die NovaSOL® Solubilisierungstechnologie, gibt Curcumin einzigartige Eigenschaften, die zu einer schnellen Absorption und sehr hohe Bioverfügbarkeit führt.

Eine humane klinische Studie (Schiborr C. et al. 2014) an Menschen belegt die überlegene Bioverfügbarkeit von NovaSOL ® Curcumin über einem Standard-Extrakt. Dieses sehr stabile, hoch bioverfügbare Solubilisat verbessert den Effekt und die vielfältigen gesundheitlichen Vorteile von Curcumin und ist bei viel niedrigeren Dosierungen wirksam.

Fakten:

Art des Extraktes:

 

Flüssiges Solubilisat von Kurkuma-Extrakt Curcuminoide> 6%;
Eigenschaften: Wasserlöslich
Verzehrsmenge 670 mg / Tag (entspricht ca. 8 g Standard Curcumin 95%)

 

• Natives Curcumin: 66 +/- 116 nmol/L×h
• Mikronisiertes Curcumin: 583 +/- 289 nmol/L×h
• NovaSOL® Curcumin-Mizelle: 12148 +/- 4547 nmol/L×h

 

Die Ergebnisse weisen im Vergleich zu natürlichem Curcumin eine 185-fache höhere AUC auf und damit ist die verbesserte Bioverfügbarkeit belegt.

Hier finden Sie  zur Studie:

C. Schiborr, et al., The oral bioavailability of curcumin from micronized powder and liquid micelles is significantly increased in healthy humans and differs between sexes, Molecular Nutrition & Food Research 2014, im Druck.

 

Curcumin liqu. liegt in der Kapsel flüssig vor.

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